Dieser Text stammt aus unserem aktuellen Gemeindebrief
“Kirche in Volksdorf”



Ich will dich mit meinen Augen leiten. (Psalm 32)


Liebe Gemeinde in Volksdorf,

„Eine Fahrkarte von Berlin nach Hamburg mit Rückfahrkarte.“ Diesen Auftrag wird die Deutsche Bahn ab April in meiner Online-Fahrkartenbuchung nicht mehr zu bearbeiten haben.
Für mich heißt das nun Abschied nehmen, bekannte Wege verlassen, Trennung von vielem, was mir vertraut ist, vom Zeitungshändler im Haus, bei dem man morgens auch die Brötchen kaufen kann, die bekannten Gesichter auf den Straßen und in der Schule, die Freundinnen und Freunde und natürlich BÄrlin.
In Psalm 32 steht, dass Gott mir den Weg weisen und mich mit seinen Augen leiten will. Da das mein Taufspruch ist, hilft mir das, eine gewisse Gelassenheit zu bewahren und darauf zu vertrauen, dass ich auf meinem Weg in die Nordkirche nicht allein bin.
Genauso wenig wie sonst in meinem Leben oder als ich aus dem Gemeindepfarramt in Eberswalde nach Berlin ins Schulpfarramt gegangen bin.
Die Jahre hier in Berlin waren sehr erfüllt und dicht mit Begegnungen und kreativen Projekten. Viel Spaß hat mir an der Schule die Kooperation mit den Fächern Ethik, Kunst und Theater gemacht, der Austausch mit den Kindern und Jugendlichen zu Themen wie: Gibt es Gott und was ist das eigentlich, was glauben die Menschen in den unterschiedlichsten Kulturen, Religionen und Sekten, was halten sie alles für möglich, welche Rituale bewegen sie und was trägt sie? Gespräche über die Lebenswünsche über die Vorstellungen vom Leben nach dem Tod haben dabei genauso eine Rolle gespielt wie die Frage, wie lange und ob es theoretisch möglich wäre, auf das Handy und die Computerspiele zu verzichten, und ob Vertrauen eher mit der Farbe orange oder rot oder grün gestaltet werden könnte.
Die gemeinsame Suche nach spirituellen Kraftquellen auch mit Musik, Theater und freier Malerei und die Freude am
Miteinander sind mir wichtig, denn der Austausch von Lebens- und Glaubens-
erfahrungen hält Menschen zusammen, schafft Vertrauen und hilft, sich gegenseitig zu schätzen und immer wieder mit neuen Augen anzusehen. Die Bibel birgt einen großen Erfahrungsschatz und man ist auch vor überraschenden neuen Einsichten niemals sicher. Ich bin sehr gespannt auf den Austausch mit Ihnen. Denn neben dem Abschied heißt es nun ab März/April für mich auch Ankommen bei Ihnen in Hamburg.
Diesen Text hier schreibe ich noch in
Berlin. Es ist sozusagen ein Übergangstext, bevor mein Umzugswagen tatsächlich vor der Tür stehen wird. Es ist ein großer herausfordernder Schritt, sehr aufregend und spannend. Bereichernd sind die vielen neuen Begegnungen, hauptsächlich mit Ihrem
Kirchengemeinderat, schon jetzt, und
privat ist es endlich das Ende unserer
Fernbeziehung.
Ich freue mich sehr auf die Vielfalt und den Facettenreichtum in Ihrer Kirchengemeinde in Volksdorf und darauf, Ihnen zuzuhören, Sie kennenzulernen, meine Ideen und Erfahrungen hier einzubringen, mit Ihnen gemeinsam, begleitet von Gott und mit Herz und Verstand lebendig zu sein.

Ihre Pastorin Cornelia Gentzsch
Kinder
Jugendliche

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Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Hamburg-Volksdorf

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