Gedenken an Irmgart Soltau

Pastorin in unserer Gemeinde
von 1980 bis 1994

Sie starb in der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 2012 im Alter von achtzig Jahren an den Folgen ihrer jahrelangen Beschwerden. Am 31. Mai 1932 in der damaligen Kronkolonie Hongkong/China geboren als erstes Kind des Hamburger Kaufmanns Bernhard Soltau und seiner Ehefrau Charlotte Soltau, geb. Pochner, stellt sich ihre Lebensgeschichte dar gleich einer Welt- und Bildungsreise.
Ihre ersten neunzehn Lebensjahre erlebte sie in nachhaltig prägender Weise in Nordchina. Ihre Schulbildung schloss sie Anfang der 50-iger Jahre in Hamburg ab. Sie begann ihre berufliche Laufbahn als kaufmännische Sekretärin. Nebenbei erwarb sie ein Übersetzerinnen- und Dolmetscherdiplom in Spanisch und Französisch. Sieben Jahre lang arbeitete sie für den ÖRK in Genf und nahm teil an den ökumenischen Weltkongressen in Neu-Delhi, Montreal, Paris und Rochester sowie an mehreren Konferenzen der europäischen Kirchen. Für ein Jahr ging sie als Mitarbeiterin eines ökumenischen Ausbildungszentrums nach Gambia/Schwarzafrika. Anschließend studierte sie an der Universität Yale in den USA evangelische Theologie und wirkte dort zehn Jahre lang als Studentenpastorin. 1978/79 folgte ein Studium der Religionswissenschaften. Aus familiären Gründen kehrte sie 1980 nach Hamburg zurück, um den alt gewordenen Eltern nahe zu sein, die in Volksdorf lebten. So ergab sich ihre Bewerbung auf die 2. Pfarrstelle der KG Volksdorf, die vakant geworden war, und ihre Berufung als erste Pastorin in unserer Gemeinde ab 1. April 1980.
Das Charakteristische und Bestechendste an Irmgart Soltau, ihrer weltoffenen und menschenfreundlichen Art und ihrem gemeindlichen Wirken in Predigt, Seelsorge, Unterweisung und Gemeindeleitung, spiegelt sich in dem Satz eines Gemeindegliedes wider anlässlich ihres 60. Geburtstages nach 12-jährigem, gelungenem Miteinander in dem Satz: „Ihre beharrliche Freundlichkeit wird nur noch übertroffen von ihrer freundlichen Beharrlichkeit.“ Ja, das war sie, eine tapfere Frau, beharrlich-freundlich, freundlich-beharrlich, bestimmt von der Gewissheit, „dass Gott keine abstrakte Größe, sondern allgegenwärtig in unserem Leben und das Eigentliche ist“, so Bernhard Rassow, Vorsitzender des KV beim Antritt des Ruhestandes von Irmgart Soltau 1994.
Am Freitag, dem 19. Oktober, wurde Irmgart Soltau zu Grabe getragen nach dem Trauergottesdienst in der Volksdorfer Friedhofskapelle, der unter der Losung ihres Sterbetages stand: „Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte Gottes im Land der Lebendigen“ (Ps. 27, 13)
Die Gemeinde gedachte ihrer und wird weiter freundlich ihrer gedenken in Dankbarkeit.
Claus-Friedrich Dierking Helmer-Christoph Lehmann




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