Kaltblütig oder

warmherzig ...
Durch Gottvertrauen

zu Selbstvertrauen ...
Eine neue Kreatur sein ...
Durch Gottvertrauen

zu Selbstvertrauen ...

aus unserem Gemeindebrief
“Kirche in Volksdorf” Heft 273
(27.09. - 27.11.2010


„Die Welt ist mir ein Lachen
mit ihrem großen Zorn.“

Osterlachen
Protestleute gegen den Tod – so hat der  Theopoet Kurt Marti die Haltung von Christenmenschen beschrieben. Ostern ist ein widerständiges Fest, an dem wir den Aufstand gegen die scheinbare Allmacht des Todes feiern. Nicht einmal der Tod ist
mehr sicher. Auferstehung ereignet sich gerade dort, wo man nichts mehr erwartet, sich ins    Unabänderliche schickt: Das war`s. Schluss! Ende! Vorbei!
An Ostern bringt Gott die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen. Der Leben schaffende Gott lacht über den Tod und führt ihn mit seinem Lachen ad absurdum. Wir dürfen mitlachen darüber, dass der Tod seine vernichtende Macht über unser Leben verloren hat. Tod, wo ist dein Sieg, Tod, wo ist dein Stachel? Mit diesen Sätzen verspotten Christen den Tod, weil sie seit Ostern wissen:
Der Tod hat nicht das letzte Wort.
Das Lachen nimmt einer Sache ihren Schrecken, darum reagieren alle Diktatoren so humorlos und mit harten Strafen. Mit einem Witz kann die Machtfrage gestellt werden. Eine Anekdote berichtet, dass der Kommunist Karl Radek auf einem internationalen Kongress hört, wie ein Genosse
den Ausdruck »Gott sei Dank« benutzt. Er berichtigt den Mann: »Das heißt nun: ‚Stalin sei Dank‘.« »Doch was sagt man, wenn Stalin stirbt?«, will der andere wissen. »Ach, dann sagt man natürlich: Gott sei Dank.« Solch ein Witz kann einen teuer zu stehen kommen.
Heute lachen wir selten in der Kirche. Ist uns das Lachen vergangen? Können wir noch glauben, was unsere Mütter und Väter gesungen haben: Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn. (EG 112, 5) Tot-lachen sollten wir uns nicht und auch nicht Trauernde mit unangebrachten Witzeleien verletzen, aber doch Humor als Schwester des Glaubens ansehen.
Nur der, der um die Ewigkeit weiß, hat rechten Humor. Wenn wir den Blick auf die Auferstehung verlieren, kann es geschehen, dass wir im Leben all die Vorläufigkeiten viel zu ernst nehmen: „Das Geheimnis meiner Gesundheit“, erzählt eine ältere
Dame, „besteht darin, dass ich sehr viel Knoblauch esse.“ Ein Zuhörer antwortet lächelnd: „Ein Geheimnis ist das nun gerade nicht.“
Wir erleben schmerzhaft, dass wir in unserem   Leben die reine Osterfreude nur selten erleben. Der Schmerz des Karfreitags hängt immer noch nach. Auch wenn uns Leiden nach Ostern immer noch nicht erspart bleibt, können wir es mit unserer Osterhoffnung halten wie Maxim Gorki: Dass wir Zauberer sein können, die in den vergifteten Brunnen der Traurigkeit einen Tropfen, nur einen einzigen Tropfen vom lebendigen Wasser des Lachens hineingießenund diesen Brunnen dadurch
zum Kraft und Leben spendenden Heilquell
machen können.
Ostern macht Mut, gerade dann, wenn wir scheinbar nichts mehr zu lachen haben, uns Gott es Lachen schenken zu lassen: Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint. Denn ihr werdet lachen. (Lk. 6, 21b)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe
Ostern!
Pastor Claus-F. Dierking
Kinder
Jugendliche

KIRCHE IN VOLKSDORF online

An(ge)dacht

Senioren
Angebote für
Stiftung Zukunft Kirche in Volksdorf
Verein für Altenhilfe
KiTa St. Johannes
Sie sind hier:
zur Startseite
Impressum
zur Startseite

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Hamburg-Volksdorf

Kirchenbüro: Rockenhof 5 | 22359 Hamburg | Telefon 040 603 11 96

zum Seitenanfang
zur Startseite