Am 10. Juli wird die Stiftung „Zukunft Kirche in Volksdorf“ zehn Jahre
alt. Das ist im Grunde ein freudiges Ereignis, das wir in Dankbarkeit
für eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte feiern könnten, wenn nicht im
Vorfeld ein tiefer Schatten auf diesen Geburtstag gefallen wäre: durch
den plötzlichen Tod von Ingrid Holz am 17. April 2011. (Zur Würdigung
ihrer Arbeit siehe S. 6!)
Die Stiftung „Zukunft Kirche in Volksdorf“ hat in den zehn Jahren ihres
Bestehens ihr Startkapital auf nunmehr 376.000 Euro erhöht und damit
verdreifacht. Das war nur möglich durch die Großzügigkeit der
Volksdorfer Gemeindeglieder, die kleine und große Beiträge zu den
verschiedensten Anlässen zum Stiftungskapital zugestiftet und für die
laufenden Aufgaben gespendet haben. Dank eines
Kirchenvorstandsbeschlusses steht neuerdings im Vorraum der
Rockenhofkirche ein Sammelgefäß, in das auch unabhängig von den
regelmäßigen Kollekten gespendet werden kann. Auch die ersten
Vermächtnisse sind der Stiftung bereits zugeflossen. Regen Zuspruch hat
die Anregung gefunden, statt Geschenken zu runden Geburtstagen und
anderen Jubiläen oder Blumen zu Traueranlässen um Stiftungsspenden zu
werben. Hier sind weitere Ideen und praktische Beiträge aus unserer
Gemeinde immer willkommen.
Satzungsgemäß unterstützt die Stiftung vorrangig die Jugendarbeit und
die Kirchenmusik. Sie ermöglicht laufend die Finanzierung einer halben
Stelle für die Jugendarbeit mit einem jährlichen Beitrag von mindestens
20.000 Euro mit steigender Tendenz. Außerdem werden besondere Vorhaben
der Kirchenmusik gefördert wie eine jährliche Zuwendung für die
Stimmbildung in den Kinderchorgruppen und Zuschüsse zu herausragenden
Kirchenmusikaufführungen.
Für die Unterstützung der genannten Zwecke stehen aber nach wie vor nur
begrenzte Mittel zur Verfügung. Abgesehen von den unregelmäßigen
Spendeneinkünften und Zustiftungen sind nur die Erträge aus den
Kapitaleinkünften des Stiftungsvermögens in Grenzen zu kalkulieren. Das
Stiftungskapital selbst darf nach Stiftungsrecht nicht angetastet
werden. Dass sich das Zinsniveau der letzten Jahre negativ auf den
Zufluss auswirkt, versteht sich von selbst. So reichen seit Längerem
Spenden und Erträge unserer Stiftung bei steigenden Personalkosten
nicht mehr aus, um die genannten Stiftungszwecke voll zu gewährleisten.
Der Stifter hat sich daher bis einschließlich 2012 dazu bereit erklärt,
aus Eigenmitteln die größer werdende Finanzlücke zu schließen.
Voraussichtlich ab 2013 muss die Gemeinde für die Weiterführung des
Stellenplanes aber selbst Sorge tragen, Stellenkürzungen könnten bei
Ausbleiben größerer Spendenbeiträge dann die unausweichliche Folge sein.
Es wird also alles darauf ankommen, die Stiftung mit Spenden und
möglichst auch Zustiftungen so auszustatten, dass sie in Zeiten
rückläufigen Kirchensteueraufkommens und abnehmender Kapitalerträge die
Förderung existentieller Aufgaben in Jugendarbeit und Kirchenmusik
nicht weiter einschränken muss. In einem wohlhabenden Stadtteil wie
Volksdorf sollte das eigentlich kein Problem sein.
Lassen Sie uns alle gerade auch in Erinnerung an das Engagement von
Ingrid Holz gemeinsam daran arbeiten!
Prof. Dr. Hans Jörn Braun
Pastor Claus-F. Dierking